Renate Leypold auf instagram

Zeilarn im Winter mit etwas Schnee
Natürlich gewachsen,
wissenschaftlich geprüft,
ganzheitlich in der Therapie.

InterstitiumDas Bindegewebe verbindet alles mit allem in uns. Es umgibt unsere Organe und polstert alles in uns aus. Das Bindegewebe hat verschiedene Namen. Man nennt es auch „Mesenchym“ oder „Matrix“ in der Naturheilkunde.

Zum Bindegewebe gehören:

• Sehnen, Bänder, Faszien
• Knorpel, Knochen, Synovia, Hyaluronsäure
• Fettgewebe
• Interstitium

Alle diese Gewebe benötigen zu ihrem Aufbau und zur Regeneration die Pantothensäure . 

In diesem Zusammenhang gab es 2018 eine aufsehenerregende Entdeckung. Die Forscher nutzten eine neue Technik, die lebendes Gewebe während Endoskopien in Echtzeit mikroskopisch darstellt. Früher musste man Gewebe entnehmen. Durch die Trocknung sah es völlig anders aus. Weil die Flüssigkeit fehlte, rätselten die Forscher, worum es sich wohl handelt. 

Jetzt aber entdeckten sie in vielen menschlichen Geweben einen weit verbreiteten, makroskopischen, flüssigkeitsgefüllten Raum, der von einem Netzwerk dicker Kollagenbündel gestützt wird und nur in vivo sichtbar bleibt.

Die Autoren um Neil Theise schlagen vor, dieses System als Interstitium zu bezeichnen und es als eigenständiges Organ (oder organ-ähnliche Struktur) zu betrachten – eines der größten im Körper –, da es eine einheitliche Funktion hat. 

Alfred Pischinger (1899–1983), ein österreichischer Histologe und Embryologe, beschrieb genau diese Gewebe, nannte es „Grundsystem“ oder „System der Grundregulation“ auch „Pischinger-Raum“ oder „Matrix“ genannt. Er nahm schon damals an, dass dies ein zentrales System ist, das im Körper vieles reguliert – ein vernetztes, flüssigkeitsreiches Milieu, das alle Zellen umgibt. 

Gerade in der Naturheilkunde sieht man sich durch die 2018er-Studie bestätigt. Was Pischinger theoretisch-funktionell als übergeordnetes Regulationsorgan der Grundsubstanz postulierte, wird nun durch technischen Fortschritt am lebenden Gewebe sichtbar gemacht.