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Korrekt heißt diese Form der Demenz „Morbus Alzheimer“, nach Alois Alzheimer. Der Neurologe und Psychiater beobachtete 1906 bei einer seiner Patientinnen Symptome wie Gedächtnisverlust, Sprachstörungen und Verwirrtheit, die nicht typisch für ihr Alter waren. Nach ihrem Tod untersuchte er ihr Gehirn und fand charakteristische pathologische Veränderungen, und zwar Amyloid-Plaques und neurofibrilläre Bündel.
Emil Kraepelin, Alzheimers Mentor, benannte die Krankheit nach Alzheimer in seinem Lehrbuch der Psychiatrie (1910), was die Bezeichnung „Alzheimer-Krankheit“ etablierte.
Morbus Alzheimer ist nur eine Form der Demenz, es gibt daneben vorwiegend noch die vaskuläre Demenz. Sie wird verursacht durch Durchblutungsstörungen im Gehirn.
Charakteristisch für die Veränderungen im Gehirn von Alzheimer-Kranken sind einesteils die Amyloid-Plaques (Ablagerungen von unvollständig abgebauten Eiweißkörpern (Peptide) außerhalb der Zellen) und die Neurofibrillen.
„Amyloid-Plaques entstehen durch die fehlerhafte Spaltung von APP, die Anhäufung von Beta-Amyloid, gestörte Abbaumechanismen und die daraus resultierende toxische Wirkung auf Nervenzellen, was die Alzheimer-Pathologie vorantreibt.“ Quelle: Labor Limbach
Bis sich erste Symptome zeigen, gibt es eine lange Vorlaufzeit. Dadurch wird die Krankheit oft erst sehr spät erkannt. Bekannt ist, dass bei Alzheimer-Erkrankten der Neurotransmitter Acetylcholin im Gehirn verringert ist.
Verschiedene Anregungen können den Erkrankten helfen:
- gesunde Ernährung (frische, mediterrane Kost, Omega 3)
- viel Bewegung (Sport, Tanzen, Singen)
- soziale Kontakte
Ich könnte mir gut vorstellen, dass über lange Jahre schon ein Mangel an Mikronährstoffen besteht. Damit erhalten die Mitochondrien zu wenige lebensnotwendige Stoffe, es mangelt ihnen an Energie oder sie sterben sogar ab. Damit werden die Energiebildung und ebenso die Reparaturmechanismen in den Mitochondrien gestört. So können sich über lange Jahre die falsch abgebauten Stoffe zu „Geröllhalden“ anhäufen und die Krankheit somit auslösen und befördern.
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Sepsis ist ein „leiser Killer“, der oft unbemerkt bleibt, aber durch schnelle Erkennung (Symptome: ein schweres Krankheitsgefühl, Fieber, schneller Puls, Verwirrtheit, Atemnot) und schnelle Behandlung (meist Antibiotika, Flüssigkeit) besiegt werden kann.
Sepsis steht nach Herzinfarkt und Schlaganfall an dritter Stelle der Todesursachen in Deutschland. In einem Interview (Sprechstunde) erklärte Prof. Dr. Konrad Reinhart am 2. September im Deutschlandfunk:
Jährlich erkranken 500.000 Menschen in unserem Land an Sepsis und 140.000 sterben daran. Allein 70.000 der COVID-Erkrankten starben an Sepsis, an Multiorganversagen. Nicht nur äußere Verletzungen, sondern jede Infektion kann letztlich zu einer Sepsis führen (siehe Bild anbei – Mythos). Vorbeugend sollte man jegliche Möglichkeit einer Impfung gegen Infektionskrankheiten nützen (Pneumokokken, Grippe).
Besonders gefährdet sind ältere Menschen über 75, Neugeborene bis zu einem Jahr, besonders Menschen mit chronischen Erkrankungen (Diabetes usw.) und Immunschwäche.
Auch hier zählt wie bei einem Schlaganfall jede Minute. „Das Furchtbare ist, dass der größte Zeitverzug durch die Fachkräfte entsteht“, sagt Dr. Michael Sasse, Leiter des Pädiatrischen Intensivnetzwerks Norddeutschlands, das bereits seit mehr als 20 Jahren existiert und von Beginn an die Sepsis als Schwerpunkt benannt hat.
„Die Sepsisinzidenz bei Kindern unter einem Jahr in Deutschland ist mit etwa 1.500 Fällen pro 100.000 Einwohnenden ähnlich hoch wie bei über 80-Jährigen.“ (Ärzteblatt, 12.09.2024)
Wenn nicht schnell genug gehandelt wird, können sich die im Körper vorhandenen Bakterien, Viren oder Pilze so schnell vermehren, dass es zu einem Organversagen kommt (Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infekten). Das Abwehrsystem spielt verrückt. Der Körper schützt sich, indem er den Kreislauf zentralisiert. Das heißt, die Hände, Finger und Zehen werden nicht mehr durchblutet und sterben ab.
Wenn ihr Symptome bemerkt, ruft sofort den Notarzt (112)!
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B12 ist eines unserer Basis- und Nervenvitamine und für den gesamten Organismus äußerst wichtig – vor allem für das Nervensystem.
Wir sollten uns klarmachen, dass Nerven bei fast allen Funktionen in unserem Körper mitspielen. Sämtliche Organe, Gefäße, Haut, Gehirn usw. werden von Nervenimpulsen gesteuert.
Allerdings wird ein leichterer Vitamin-B12-Mangel kaum wahrgenommen, weil er so unspezifische Symptome anzeigt:
• Müdigkeit und Schwäche
• Konzentrationsprobleme (Gedächtnisstörungen)
• Blässe (beginnende Anämie)
• Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Missempfindungen in Händen oder Füßen)
• Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, leichte Depression
Hinter diesen Symptomen kann sowohl ein Eisenmangel, aber auch ein Vitamin-C- oder -B5-Mangel verstecken. Selten kommt man auf einen Mangel an B12.
Hinzu kommt, dass das Vitamin nur ein paar Jahre in der Leber gespeichert wird. Man muss sich Vitamin B12 täglich über die Nahrung zuführen. Es gibt mehrere Ursachen (Medikamente und Toxine), die die Aufnahme von Vitamin B12 stören.
Die wichtigsten siehe Bild. Weitere sind:
• Colchicin (Wirkstoff aus der Herbstzeitlosen, Medikament für Gichtkranke)
• Aminosalicylate (z.B. Mesalazin) Medikament für chronische Entzündungen der Darmschleimheit bei M. Crohn und Collitis Ulcerosa (CED)
• Kaliumchlorid (wird gegeben bei Kaliummangel, teilweise Bestandteil von Blutdrucksenkern)
• Antiepileptika
• Zytostatika (Chemotherapeutika, nötig für eine Krebsbehandlung)
• Lachgas (können sich Jugendliche jederzeit kaufen, verursacht starke Nervenschäden, wird auch zur Narkoseeinleitung verwendet).
Diagnose und Behandlung
Anamnese, Blutuntersuchung und speziell B12 und Folsäure. Bei Niereninsuffizienz können niedrige normale Werte falsch/irreführend sein (Holo-Transcobalamin). Neurologische Untersuchung ist ratsam, evtl. Bildgebung, um eine multiple Sklerose auszuschließen – weil sich die Symptome so sehr ähneln. Ein B12-Mangel lässt sich durch orale Substitution oder Injektion von B12/Folsäure leicht behandeln. Muss aber langfristig weitergeführt werden, idealerweise gemeinsam mit Folsäure.
Quelle und weitere Informationen:
https://flexikon.doccheck.com/de/Vitamin-B12-Mangel?utm_source=www.doccheck.com&utm_medium=DC%2520Search&utm_campaign=DC%2520Search%2520content_type%253Aall&utm_content=DC%2520Search%2520Vitamin-B12-Mangel
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Das Vitamin B12 wurde als letztes der heute bekannten Vitamine entdeckt. Wie bei vielen anderen Vitaminen auch war es die Mangelerscheinung, die die Suche nach dieser Substanz einleitete (vgl. Schmidt, S. 154).
1926: Minot und Murphy behandeln Perniziosa-Patienten erfolgreich mit geschabter Rinderleber.
1928: Castle erkennt, dass dieses Vitamin nur mit einem im Magen entstehenden „intrinsic factor“ zusammen für den gesamten Stoffwechsel wirksam werden kann.
1948: Zwei verschiedene Forschergruppen um Folkers und Smith isolieren B12.
1955: Hodgkin klärt die Vitamin-B12-Molekülstruktur vollständig auf.
1960: Erstmals gelingt die synthetische Herstellung von Vitamin B12.
Heute profitieren wir alle davon, dass wir es uns jederzeit substituieren können.
Geschichte meiner Oma
Ich erinnere mich noch gut an eine Geschichte aus den fünfziger Jahren, die über meine Oma mütterlicherseits erzählt wurde. Meine Oma Charlotte tat sich schwer mit dem Gehen, sie war beim Gehen unsicher, dabei plagten sie fast Lähmungserscheinungen und war oft schlapp. Man hatte bei ihr Perniziöseanämie festgestellt. Sie musste damals noch rohe, geschabte Leber essen. Man kann sich gut den Ekel vorstellen, aber anders konnte man ihr damals noch nicht helfen. Denn zu der Zeit war es nicht möglich, sich Vitamin B12 anderweitig zuzuführen. Sie musste sich überwinden und später ging es ihr besser – wohl auch dank der technischen Möglichkeiten, B12 synthetisch herzustellen.