Blog
- Details
Max von Pettenkofer wurde am 3. Dezember 1818 in München geboren. Er war für München eine der wichtigsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit und Hygiene.
Er kämpfte gegen die verheerenden Cholera-Epidemien (besonders 1854 und 1873), die München schwer trafen. Er setzte sich massiv für die hygienische Sanierung Münchens ein.
Diese Infrastrukturverbesserungen reduzierten Seuchen dramatisch und verbesserten die Lebensqualität der Münchner enorm. Pettenkofer wurde deshalb zum Ehrenbürger der Stadt, von König Ludwig II. geadelt und international als „Vater der Städtehygiene“ gefeiert.
Robert Koch vs. Max von Pettenkofer
Koch bewies durch systematische Experimente, dass spezifische Mikroorganismen (Bakterien) die primäre Ursache vieler Infektionskrankheiten sind. Koch sah den Vibrio cholerae als ausreichende Ursache und forderte gezielte Maßnahmen gegen die Bakterien (Wasserdesinfektion, Quarantäne).
Pettenkofer verfolgte einen anderen Weg. Er sanierte die Umwelt, damit das Bakterium keine Chancen mehr hatte. In einem berühmten Selbstversuch trank Pettenkofer 1892 im Alter von 74 Jahren ein Glas Bouillon mit Cholera-Vibrio, um zu beweisen, dass der Erreger allein nicht ausreiche. Er überlebte mit leichten Symptomen und sah das als Bestätigung seiner Theorie.
Heute wissen wir: Pettenkofer hatte Glück – sein Magen war sauer genug und nicht jeder Kontakt führt zur Erkrankung (Dosis, Immunität usw. spielen eine Rolle).
Beide ergänzten sich letztlich: Koch fand die Ursache, Pettenkofer baute die Infrastruktur dagegen. Die moderne öffentliche Gesundheit basiert auf beiden Ansätzen.
Kurz gesagt: Pettenkofer und Koch waren keine Gegner, sondern Vorläufer zweier notwendiger Perspektiven. Die wahre Stärke entsteht erst, wenn man beides zusammenführt. Ich finde es ein schönes Beispiel für These + Antithese = Synthese.
In der heutigen Synthese wird beides wird integriert. Man spricht von „One Health“, Präzisionsmedizin und Mikrobiom-Therapien.
- Details
Erschreckend: In den USA macht Skorbut wieder Schlagzeilen – die Vitamin-C-Mangelkrankheit der Seefahrer! Durch teure Lebensmittel und einseitige Ernährung steigen die Fälle, besonders bei Kindern und finanziell Belasteten. Ein Warnsignal: Auch in reichen Ländern kann Skorbut zuschlagen.
Ein schwerer Mangel an Vitamin C tritt in Industrieländern eigentlich selten auf, aber ein leichter Mangel ist häufiger als gedacht – besonders bei einseitiger Ernährung, Rauchen oder Armut.
Skorbut ist eine schwere Krankheit, die durch einen starken Vitamin-C-Mangel entsteht und Blutungen, Zahnverlust sowie Gewebeschwund verursacht. Sie ist so gefährlich, weil sie unbehandelt zu massiven inneren Blutungen, Infektionen und letztlich zum Tod führen kann, wie es früher bei langen Seereisen tausende Seefahrer das Leben kostete.
Die gute Nachricht: Schon 10 mg Vitamin C pro Tag reichen aus, um Skorbut zu verhindern. Jeder weiß: In Zitrone und Orange ist Vitamin C drin. Wo kann man sich darüber hinaus – der Jahreszeit gemäß – ausreichend und bezahlbar mit Ascorbinsäure versorgen?
Einige Gemüsesorten wie Weißkohl, Brokkoli und Blumenkohl sind wertvolle Vitamin-C-Spender. Auch die Kartoffel, die „Zitrone des Nordens“ enthält eine gute Portion Ascorbinsäure. Beim Kochen geht allerdings Vitamin C verloren, weil es hitzeempfindlich ist. Es ist daher wichtig, wie man sie zubereitet. Am sinnvollsten ist Pellkartoffel (mit der Schale kochen) statt Salzkartoffeln.
Viele Produkte, die sättigen und durchaus wertvoll sind, haben gar kein Vitamin C. Beispielsweise enthalten Fleisch, Reis, Nudeln, Butter, Eier, Honig null Ascorbinsäure; Milch(produkte) nur wenig.
• Schon 10 mg Vitamin C verhindern Skorbut.
• 100 mg täglich werden als ausreichend für die Versorgung angesehen.
• Ab 200 mg hat sich herausgestellt, dass immunkompetente Zellen sowie der „Plasmaspiegel weitgehend gesättigt“ (A. Hahn, E&M, 2024) sind.
Dies mindert die Infektanfälligkeit, was gerade jetzt in der Grippezeit wichtig ist.
- Details
Früher als üblich rollt dieses Jahr eine neue Grippewelle auf uns zu. Es handelt sich um die Influenzavariante A. Sie ist 20 % ansteckender, weil sie auf dem Weg von Australien und Japan mehrfach mutiert ist. Es handelt sich um eine „neue Subvariante des Grippevirus A(H3N2), sie wird auch als Subklade K bezeichnet“ (Apotheken Umschau).
Subklade K ist eine schrittweise Mutation des Virus, die unser Immunsystem mehr fordert. Besonders gefährdet sind kleine Kinder und Jugendliche. Aber natürlich auch ältere Personen, weil ihr Abwehrsystem nicht mehr so fit ist.
Die aktuellen Impfstoffe passen nicht perfekt (Mismatch), bieten aber immer noch Schutz vor schweren Verläufen. Weihnachtsmärkte, Weihnachtsfeiern und Familienzusammenkünfte begünstigen diese Situation. Was kann man also tun?
Mein Tipp: Haltet euch fit, dass ihr nicht mit einem Mangel in die Grippesaison geht. Achtet auf eure #Zellfitness. Vor allem einen Mangel an Coenzym A gilt es zu vermeiden. Das kann man leicht beheben mit VitaminB5. Die Pantothensäure bringt das Abwehrsystem wieder auf die Beine.
In Studien wurde bewiesen, wie wichtig die B-Vitamine nicht nur für unser Nerven-, sondern auch für unser Immunsystem sind. Vor allem die Studie „Potent Antiviral Activity of Vitamin B12 against Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 …“ aus dem Jahr 2023 hat mich beeindruckt. Hierin zeigte Vitamin B5 direkte antivirale Aktivität gegen Coronaviren, vor allem durch Hemmung der Virusreplikation.
B5 zeigte sich besonders wirksam gegen verschiedene Coronaviren, vor allem gegen MERS-CoV (Middle-East-Atemwegssyndrom-Coronavirus), das schlimme Lungenentzündungen hervorruft. Die bestätigt meine Erfahrungen aus 40 Jahren.
Warum wird MERS-CoV in Studien verwendet?
MERS-CoV wird oft als Stellvertreter in Studien verwendet. Weil es ein hochpathogenes Coronavirus ist, eignet es sich hervorragend als Modellvirus in Labors, um neue Medikamente oder Substanzen (wie Vitamine, Antikörper, Impfstoffe) zu testen – besonders solche, die gegen Coronaviren im Allgemeinen wirken sollen.
Wenn eine Substanz (z. B. Vitamin B5) in der Petrischale gegen MERS-CoV wirkt, ist das ein starker Hinweis, dass sie auch gegen andere Coronaviren (SARS-CoV-2, Erkältungs-Coronaviren wie HCoV-229E etc.) helfen könnte.
Schaut deshalb auf eure Abwehr, passt auf euch auf und bleibt fit! Das geht optimal mit der Pantothensäure, die das Immunsystem auf einem guten Niveau hält und vorbeugend hilft, euer Energielevel zu heben und die Schleimhautgesundheit zu fördern.
Vitamin B12, C, D3 und Zink sind ebenfalls wichtig für einen guten Status.
Lest mehr darüber in meinem Buch „Pantothensäure“ auf S. 99 ff.
- Details
Heute wäre der österreichische Arzt und Gastroenterologe 150 Jahre alt geworden. Bestimmt habt ihr schon von seiner Semmelkur gehört.
Franz Xaver Mayr (1875–1965) gilt als einer der Pioniere der modernen Naturheilkunde. Schon vor Jahrzehnten betrachtete er den Darm als äußerst wichtiges Organ. Er ist bekannt für die Entwicklung der F.-X.-Mayr-Kur, einer Therapie zur Darmreinigung und Regeneration. Seine Kur soll den Darm unterstützen, ihn entlasten und dem Organismus zu neuer Vitalität verhelfen. Diese Kur dauert normalerweise fünf Tage. Nach der Kur schmeckt man wieder alles viel deutlicher. Der Geschmack wird verfeinert, die Geschmacksknospen sind sensibilisiert. Sämtliche Sinne geschmacklicher Natur sind geschärft.
Ich habe diese Kur selbst schon öfter gemacht und kann mich gut daran erinnern, wie wunderbar der Honig auf einer Buttersemmel dann geschmeckt hat. Es war der gleiche Honig wie vorher, man hat es nur vorher nicht so registriert oder es ist wirklich zwischenzeitlich mehr geschehen, als nur dass man dem Darm Gutes tut.
Der Sinn der Mayrkur ist es, dem Darm mal Ruhe zu geben. Er soll entlastet werden und damit unterstützt man auch die Entgiftung . Schon allein das gute Kauen fördert die Säftebildung. Wichtig ist außerdem, dass man erst nach vier bis fünf Stunden wieder etwas isst, und zwar sollte man wirklich Hunger haben. In dieser Phase kann der Darm sich mit sich selbst beschäftigen, und wie man heute auch weiß, dient das der Autophagie. Die Mitochondrien können aufräumen, Müll beseitigen und sich damit regenerieren. Heute essen wir häufig viel zu viel, und zwar über den ganzen Tag verteilt.
Auch die Pantothensäure – das Vitamin B5 – spielt hier eine wesentliche Rolle. Lest mehr darüber in meinem neuen Zeitschriftenartikel für „OM & Ernährung“. Vielen Dank an das Gesundheitshotel Spanberger in Gröbming für das schöne Porträt!